WIE ES BEGANN

Anlässlich einer Bergwanderung in den Krimmler Tauern im Jahr 2003 erfuhr Ernst Löschner erstmals, dass 1947 rund 5.000 jüdische Flüchtlinge unter schwierigsten Bedingungen über den Krimmler Tauernpass nach Südtirol marschiert sind, um ein Schiff in Genua zu erreichen, dass sie ihrem Ziel Palästina, wo der Staat Israel gerade im Entstehen war, näher bringen würde.
Dass er als im Bundesland Salzburg Gebürtiger davon nie etwas gehört hatte, irritierte ihn sehr; und so organisierte er im Jahr 2007 zur 60-jährigen Wiederkehr dieses Ereignisses eine Wanderung auf eben dieser Strecke, nannte es „Alpine Peace Crossing“ und schaffte es auch, einige der Alpenüberquerer von damals aus Israel anreisen und als Zeitzeugen mitgehen zu lassen – vor allem solche, die damals noch kleine Kinder waren.
Seit 2007  findet diese Friedenswanderung jährlich Ende Juni / Anfang Juli statt, und es werden immer auch rund 20 Flüchtlinge von heute eingeladen, bis zur Passhöhe mitzugehen – dort verläuft die Staatsgrenze, an der sie umkehren müssen, während die anderen auf italienischem Staatsgebiet ins Ahrntal in Südtirol weiter marschieren.
2013 wurden entlang der Strecke dreisprachige Gedenktafeln aufgestellt, welche auf deutsch, englisch und italienisch beschreiben, was sich an der jeweiligen Stelle 1947 abgespielt hat.
Eine ausführliche Beschreibung der Anfänge ist in der Genesis nachzulesen.