Stipendium 2026

Dieses Jahr hat Erik Ladurner das Stipendium erhalten.

The Alps as a Bridge for Displaced Jewish Survivors after the Second World War

Die Masterarbeit untersucht die jüdische Flucht über die Alpen in der unmittelbaren Nachkriegszeit von 1945 bis 1948, mit besonderem Fokus auf Routen wie den Krimmler Tauern Gebirgspass. Anhand empirischer Forschung wird analysiert, welche Herausforderungen die Flucht durch das alpine Gelände für die Betroffenen mit sich brachte. Hinter den Grenzen von Österreich erstreckt sich die Region Südtirol, die in den Jahren des Zweiten Weltkrieges zwischen italienischem Faschismus und deutschem Nationalsozialismus gesellschaftlich sowie politisch gespalten wurde. Viele der Migrant*innen finden sich nun in diesem spannungsgeladenen Transitraum wieder. Untersucht wird, wie lokale Gesellschaften und Individuen auf die flüchtenden jüdischen Personen reagierten. Ziel ist es, individuelle Fluchtbiografien im politischen sowie gesellschaftlichen Spannungsfeld Südtirol, zwischen 1945 bis 1948, sichtbar zu machen und aufzuzeigen, welche Relevanz die Alpenregion in der jüdischen Flucht hatte.

Bildcredits: Simon Knoll; sk_shotss